colitisulcerosaColitis ulcerosa

Colitis ulcerosa ist eine chronisch entzündliche Dickdarmerkrankung mit etwa 170.000 Betroffenen in Deutschland. Europa und Nordamerika bilden deutliche Krankheitsschwerpunkte in der weltweiten Betrachtung.

Trotz intensiver Forschung sind die Ursachen weitgehend unbekannt. Am wahrscheinlichsten erscheint eine Barrierestörung, durch welche die Darmwand nicht mehr hinreichend mit körpereigenen Antibiotika (Defensinen), Fetten und Mucinen von Bakterien abgeschirmt wird, was zur Entzündungsreaktion und einer immunologischen Dysregulation führt, welche wiederum auch an anderen Stellen des Körpers Beschwerden verursachen kann (häufigste extraintestinale Manifestation der Colitis ulcerosa sind Entzündungen der Gelenke/Sehnen [enteropathische Arthritis/Tendinitis]). Eine gesteigerte Aktivität des Immunsystems gegen die eigene Darmschleimhaut (Mukosa) im Sinne einer Autoimmunerkrankung rückt als Primärursache in den Hintergrund, wenngleich Immunsuppressiva häufig unverzichtbarer Therapiebestandteil bleiben. Die Rolle von Umweltfaktoren, Hygiene, Ernährung und genetischer Disposition wird diskutiert.

Aufgrund der unbekannten Ursache ist die Therapie rein symptomatisch und häufig von unzureichender Wirkung.

Buchtipp (überarbeitete Ausgabe Juli 2016)
Colitis ulcerosa – Medikamente und Therapien bei der
chronisch entzündlichen Darmerkrankung (CED)
– mit einem Blick auf Neuentdeckungen und Alternativmedizin
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Die neuesten und evtl. zukünftigen Wirkstoffzulassungen

Zulassung Typ Wirkstoff Hinweise
2012 TNF-α-Antik. Adalimumab Erster vollständig humaner TNF-alpha Antikörper. Erster TNF-alpha Antikörper zur subcutanen Injektion. Bindet an das Zytokin TNF-α, wodurch dessen Wirkung unterbunden wird. Der TNF-α ist ein Botenstoff des Immunsystems mit vielfältigen Funktionen. Insbesondere kann er die Bildung von Entzündungsmediatoren in Zellen auslösen.
2013 TNF-α-Antik. Golimumab Ein humaner TNF-alpha Antikörper zur subcutanen Injektion.
2014 Integrin-Antik. Vedolizumab Erster Adhäsionsmolekül-Blocker. Der humanisierte Antikörper bindet an α4β7-Integrin-Rezeptoren auf der Oberfläche aktivierter T-Lymphozyten. Diese können hierdurch nicht mehr an das mukosale Addressin-Zell Adhäsionsmolekül 1 (MAdCAM-1) auf dem Endothel intestinaler Gefäße andocken. Eine Einwanderung in (Entzündungs-)Gewebe wird verhindert. Durch die hochselektive Bindung an Integrin-Untereinheiten wird Vedolizumab als erstes darmspezifisches Biologikum bezeichnet.
2015 Glucocorticoid Budesonid (Multi Matrix) Ein alter Wirkstoff, nun erstmals dank neuer Galenik (Multi Matrix) mit retardierter Wirkstofffreisetzung im Colon zur oralen Gabe bei Colitis ulcerosa zugelassen. Ein lokal wirksames Cortison, dessen systemische Nebenwirkungen dank ausgeprägtem First-Pass-Effekt im Vergleich zu anderen Corticoiden deutlich reduziert sind.
keine Integrin-Antik. Etrolizumab Ein Adhäsionsmolekül-Blocker, der an α4β7 und αEβ7-Integrin-Rezeptoren bindet.
keine Antisense-Oligonukleotid Mongersen Antisense-Oligonukleotid gegen SMAD7.
keine Januskinase-Inhib. Tofacitinib Ein Januskinase-Inhibitor, der die Signalübertragung durch die Enzyme Janus-Kinasen blockiert.
keine Januskinase-Inhib. Filgotinib Ein Januskinase-Inhibitor, der die Signalübertragung durch die Enzyme Janus-Kinasen blockiert.
keine Interleukin-Antik. Ustekinumab Ein humaner Antikörper gegen die Interleukine IL12, IL23.
keine Interleukin-Antik. Secukinumab Ein humaner Antikörper gegen Interleukin IL17A.
keine Sphingosin-1-Rez.-Mod. Ozanimod Ein Sphingosin-1-Rezeptor (Subtypen 1+5)-Modulator. Dies ist ein Molekül, welches die Verteilung von Lymphozyten steuert. Ziel ist die Reduktion der Anzahl aktivierter Lymphozyten im Darm.

Alle o. g. Angaben beziehen sich auf die Zulassung für die Indikation Colitis ulcerosa in Deutschland.

Antikörper

Sonstige Therapieansätze

Im Folgenden finden Sie Informationen über noch wenig etablierte Therapien, also im weitesten Sinne Alternativmedizin bzw. Komplementärmedizin. Auch wenn oft noch der endgültige wissenschaftliche Nachweis einer Wirkung fehlt, gibt es bei allen genannten Therapieansätzen zumindest einen wissenschaftlichen Hintergrund, der vielleicht der Weg zu einer evidenzbasierten Therapie der Zukunft sein wird.

Weitere Therapieansätze mit wissenschaftlicher Grundlage in alphabetischer Reihenfolge:

» Flohsamenschalen
» Heidelbeeren (und andere Früchte mit Anthocyanen)
» Broccoli (und anderes Gemüse mit Senfölglycosiden)
» Lecithin
» Leukozytapherese
» Mutaflor®
» Myrrhe
» TSO-Eier
» Weihrauch


Flohsamenschalen

Studien zeigen ähnliche Erfolge durch Einnahme von Flohsamenschalen (Psyllium seed husks, Ispaghula, die Schalen der Samen des aus Indien und Pakistan stammenden Wegerichgewäches Plantago ovata) in der Remissionserhaltung, wie sie mit Aminosalizylaten erzielt werden (Quelle). Die genauen Wirkmechanismen sind unbekannt, einzelne kleine Studien konnten jedoch eine positive Wirkung bei Colitis ulcerosa mehrfach nachweisen (Quellen: 1, 2, 3). Im Tierversuch zeigte sich eine erhöhte Bildung von kurzkettigen Fettsäuren und eine Reduktion von Entzündungsmediatoren wie Stickstoffmonoxid, Leukotrienen und des TNF-α (Quelle). Flohsamenschalen quellen durch Flüssigkeitsresorption auf mehr als das 50fache ihres Volumens auf, was die Verweildauer von Wasser im Darm erhöht (Trinkmenge erhöhen, zeitl. Abstand zu Medikamenteneinnahme!). Der wachstumsfördernde Effekt auf bestimmte Bakterien (insbes. Lactobacillus acidophilus und Bifidobakterien) beeinflusst die Darmmikroflora positiv. Eine minimale Tagesdosis von 2*1 Teelöffel (2*2,5 Gramm) kostet ca. 6 Cent (Beispiel, basierend auf 1 kg Golden Peanut Premium indische Flohsamenschalen für 11,75 EUR). Teilweise werden bis zu sechsfach höhere Tagesdosen empfohlen. Bei bekannten Divertikeln oder Stenosen (Verengungen) im Darm dürfen Flohsamenschalen nicht angewandt werden (Gefahr einer Divertikulitis bzw. eines Darmverschlusses!). Flohsamenschalen werden auch als Arzneimittel unter der Bezeichnung Mucofalk® vertrieben. Diese Behandlung wird in Deutschland nicht in den Leitlinien empfohlen. Dennoch sprechen einige Quellen von einer Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen.

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Heidelbeeren (und andere Früchte mit Anthocyanen)

Anthocyane sind die rot-violetten bis blau-schwarzen Farbstoffe in Heidelbeeren, Holunderbeeren, Auberginen, Kirschen, blauen Trauben und weiteren Früchten. Im Laborversuch hemmen Anthocyane das Enzym Lipoxygenase, welches bei Entzündungsprozessen eine wichtige Rolle spielt (Quellen: 1, 2). Weiter wird eine Hemmung der IFNγ-vermittelten Entzündungs­ef­fekte vermutet (Quelle). In einer kleinen Studie mit 13 Patienten kamen 64 Prozent der Teilnehmer mit leichter bis mäßig aktiver Colitis ulcerosa nach sechs Wochen täglichen Verzehrs eines Müsliriegels aus 600 g frischen Heidel­beeren (komplementär zur Standardtherapie) in Remission, 91 Prozent erreichten eine Symptom­linderung. Die Ver­besser­ung war zudem endoskopisch nach­weisbar und das Calprotectin im Stuhl fiel von durch­schnitt­lich 778 µg/g auf 305 µg/g (Quellen: 1, 2). Hinweis: Ein hoher Anthocyangehalt ist nur in Waldheidelbeeren gegeben, nicht in Kulturheidelbeeren.

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Broccoli (und anderes Gemüse mit Senfölglycosiden)

Senfölglycoside, die zu den Phytochemikalien gehören, sind für den bitteren Geschmack von Broccoli, Blumenkohl, anderen Kohlsorten, Rettich und weiterem Gemüse verantwortlich. Eine Forschungsgruppe am Uniklinikum Freiburg konnte zeigen, dass Phytochemikalien die Differenzierung von LTi-Zellen (Lymphoid-Tissue-Inducer-Zellen) beeinflussen (Quelle). Im Tierversuch zeigten sich Mäuse, die über das Futter keine Phytochemikalien erhielten, für chronisch entzündliche Darmerkrankungen sehr anfällig. Sie bildeten nur wenige für den Schutz des Darmgewebes wichtige LTi-Zellen. Ob sich hieraus ein Therapieansatz bei Colitis ulcerosa ableiten lässt, ist noch zu erforschen.


Lecithin

Studien haben gezeigt, dass die Colonschleimschicht von Colitis ulcerosa-Er­krankten deutlich weniger Lecithin als schützende Barriere zwischen Bakterien und Darmschleimhaut enthält, als jene gesunder Vergleichspersonen. Dem kann entgegen gewirkt werden, durch orale Einnahme von Lecithin (Phosphatidylcholin), welches jedoch zwingend magensaftresistent verkapselt bzw. bei Granulatform mikroverkapselt sein muss, da es bei Freisetzung vor Erreichen des Darmes durch die Magensäure zerstört würde. Am besten untersucht ist die Wirkung von in Eudragit® S100 (Methacrylsäure) mikroverkapseltem Lecithin. Entsprechende Studien wurden mit guten Ergebnissen an der Uniklinik Heidelberg durchgeführt (Quellen: 1, 2, 3). Hierbei arbeitete die Uniklinik Heidelberg mit der ebenda ansässigen Lipid Therapeutics GmbH und der Freiburger Dr. Falk Pharma GmbH® zusammen. Im Oktober 2016 wurde eine Phase III Zulassungsstudie jedoch gestoppt (Quelle), nach Verkauf der Rechte für den Vertrieb von LT02 außerhalb Europas und Australiens an die Nestlé Health Science (Quelle).

Eine Zulassung als Arzneimittel ist nach aktuellem Stand in Europa nicht mehr zu erwarten, jedoch sind folgende magensaftresistente Lecithin-Präparate auf dem Markt; diese unterscheiden sich allerdings entweder im Phosphatidylcholin-Gehalt und/oder in der Verkapselung von den Studienpräparaten (Sterpur-P30 und LT-02) der Uniklinik Heidelberg:

Lecithin-Granulat in Eudragit® S100
(Soja-Lecithin, magensaftresistent durch Eudragit® S100)

50 g kosten 26 EUR

Apotheke am Eschenheimer Turm
Hochstraße 31, 60313 Frankfurt
Tel.: 069 / 281171, Fax: 069 / 293210
www.apoturm.de

Lecithin

Lecithin-Kapseln in Eudragit® L12.5
(Soja-Lecithin, magensaftresistent durch Eudragit® L12.5)

100 Stück kosten 58,50 EUR, 500 Stück kosten 265 EUR

Sebastian Apotheke
Kirchzeile 6, 83043 Bad Aibling
Tel.: 0800 / 8007908, Fax: 08061 / 37617
www.apotheke-aibling.de

SpongiCol®
(Ei-Lecithin [Kaps.] bzw. Soja-Lecithin [Gran.], magensaftresistent durch Schwammkollagen)

Granulat: 100 g kosten 58 EUR, 250 g kosten 145 EUR
Kapseln: 100 Stück kosten 98,80 EUR

KliniPharm GmbH
Stephanstraße 10, 60313 Frankfurt
Tel.: 069 / 288212, Fax: 069 / 293210
www.klinipharm.de

Lecithin

pcmedicus 2.0 S®
(Soja-Lecithin [>=83% Phos­phati­dylcholin], magensaftresistente Cellulose/Gellan)

180 Kapseln kosten 74,90 EUR

Medicus Naturheilmittel GmbH
Gartenstraße 1, 75365 Calw
Tel.: 07051 / 9352577, Fax: 07051 / 9352608
www.medicus-naturheilmittel24.de

Zur lokalen Anwendung bei Entzündungen im linken Colon und Rektum kommen des Weiteren Lecithin-Zäpfchen und -Klysmen in Betracht:

Lecithin-Zäpfchen

20 Zäpfchen kosten 35 EUR, 80 Zäpfchen kosten 128 EUR

Sebastian Apotheke
Kirchzeile 6, 83043 Bad Aibling
Tel.: 0800 / 8007908, Fax: 08061 / 37617
www.apotheke-aibling.de

Lecithin-Zäpfchen und -Klysmen

20 Zäpfchen kosten 28,75 EUR, 100 Zäpfchen kosten 117,63 EUR
1 Klysma kostet 15,09 EUR, 6 Klysmen kosten 60,75 EUR

Collini Apotheke
Collini Straße 11, 68161 Mannheim
Tel.: 0800 / 3030480, Fax: 0621 / 12267822
www.collini-apotheke.de

Es liegen Berichte von Einzelnen vor, deren Krankenkassen die Kosten für Lecithin-Präparate übernehmen. Allerdings handelt es sich um schwerste Fälle, bei denen alle anderen Therapieoptionen ausgeschöpft waren.

Wenngleich o. g. Präparate keine verschreibungspflichtigen Bestandteile haben, verlangen einige der Bezugsquellen zumindest bei Erstbestellung ein Rezept.


Leukozytapherese

Die Leukozytapherese (auch LCAP, Leukozytenapherese) ist die Entfernung eines Teils der im Blut befindlichen Leukozyten in einem dialyseähnlichen Verfahren, womit eine Übermenge an Granulozyten und Monozyten, welche für die Entzündungsreaktion mit verantwortlich sind, entfernt wird. Dies ist in Japan ein Standardverfahren in der Behandlung der Colitis ulcerosa. Dort ist die Datenlage positiv (Quellen: 1, 2). In Deutschland wurden ebenfalls viel versprechende Studien durchgeführt (Quelle). Durch die Presse besonders bekannt wurde die erfolgreiche Anwendung bei einem 8-jährigen Mädchen in Erlangen nach Versagen sämtlicher medikamentöser Therapieoptionen (Quellen: 1, 2). Obwohl die Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) und der Deutschen Morbus Crohn / Colitis ulcerosa Vereinigung (DCCV) angibt, dass eine Leukozytapherese im Einzelfall bei chronischem Krankheitsverlauf erwogen werden kann, ist eine Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen bisher nicht eindeutig geregelt. Hier kann als Einzelfallentscheidung ein Kostenübernahmeantrag gestellt werden. Die Kosten belaufen sich auf ca. 2200,- EUR pro Behandlung, wobei häufig mit zwei Behandlungen pro Woche begonnen wird, mit schrittweiser Reduktion auf eine Behandlung alle paar Wochen. Die hohen Kosten sind hauptsächlich durch den notwendigen Filter bedingt.


Mutaflor®

Mutaflor® enthält lebende Bakterien des nicht krankheitserregenden Stammes E. coli Nissle 1917. Studien haben eine den Aminosalizylaten gleichwertige Wirkung in der Remissionserhaltung nachgewiesen (Quellen: 1, 2). Diese Behandlung wird in der Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) und der Deutschen Morbus Crohn / Colitis ulcerosa Vereinigung (DCCV) bei Unverträglichkeit von Aminosalizylaten oder beim Vorliegen anderer Gründe empfohlen und in diesen Fällen durch die gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.


Myrrhe

Myrrhe bzw. die enthaltene Commiphora-Säure ist traditionell als entzündungshemmend bekannt. Ferner könnten die gewebestraffenden, granulationsfördernden und antimykotischen Eigenschaften hilfreich sein. Eine Studie zur Wirksamkeit des Kombinationspräparats Myrrhinil-Intest®, welches Myrrhe, Kamille und Kohle enthält, lief 2008-2010 am Knappschaftskrankenhaus Essen und an der Charite / dem Immanuel-Krankenhaus Berlin (Quelle) und zeigte, dass in der Remissionserhaltung eine dem Aminosalizylat Mesalazin vergleichbare Wirkung erzielt werden kann. Diese Behandlung wird in Deutschland nicht in den Leitlinien empfohlen und muss privat finanziert werden. Myrrhe könnte auch aus einem anderen Grund noch interessant sein: Eine Studie in Italien hat gezeigt, dass Guggulsteron aus dem Harz des Myrrhegewächses bei Mäusen die Entwicklung einer Colitis verhindern kann (Quelle).

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TSO-Eier

Oral eingenommene Eier des Schweinepeitschenwurms (Trichuris suis) hatten zunächst in Studien viel versprechende Ergebnisse erzielt (Quelle), gelten Stand 2016 jedoch nach herrschender Meinung nicht mehr als erfolgversprechend (Quelle). Vermuteter Wirkmechanismus ist, dass das Immunsystem durch Beschäftigung mit dem Parasiten, der innerhalb von zwei Wochen abstirbt, von den schädlichen Angriffen gegen die Darmschleimhaut abgelenkt wird. Zu möglichen Risiken gibt es unterschiedliche Einschätzungen, die zumindest Selbstversuche ohne ärztliche Begleitung nicht empfehlenswert erscheinen lassen. Diese Behandlung wird in Deutschland nicht in den Leitlinien empfohlen und muss privat finanziert werden. Je nach Dosierung wird ein vier- bis fünfstelliger Betrag für einen Behandlungszyklus fällig. Die einzige bekannte Bezugsquelle liefert (oder lieferte?) nur, wenn die Erklärung eines Arztes vorliegt, dass dieser die Verantwortung übernimmt.

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Weihrauch

Indischer Weihrauch (Boswellia serrata) ist traditionell als entzündungshemmend bekannt. Erste Studien mit oraler Einnahme von Weihrauchextrakt sind viel versprechend (Quellen: 1, 2, 3). Diese Behandlung wird in Deutschland nicht in den Leitlinien empfohlen und muss privat finanziert werden. Weihrauchextrakt ist problemlos im Handel zu beziehen, jedoch sollte auf hohe Dosierung und den Reinheitsgrad geachtet werden, da eine Verunreinigung mit Giften je nach Herkunftsland nicht selten ist.

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(red17/06-2017,03-2010)

WARNUNG

Angaben ohne Gewähr, Berichtigungen willkommen.

Diese Informationen ersetzen nicht den Besuch beim Arzt oder Apotheker.

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